Fachtagung: Fokus Industrie 4.0

Von Visionen zur Realität - 17. Mai 2018

Die Zeit der Visionen ist vorüber, jetzt wird realisiert!
An der Fachtagung „Fokus Industrie 4.0“ sehen Sie die Keypoints zahlreicher erfolgreich umgesetzter Industrie 4.0 Projekte. Dabei wird auf die Herausforderungen von KMU’s eingegangen; wir zeigen den Menschen im Zentrum der Digitalisierung und wagen einen Blick in aktuelle Geschäftsmodell-Entwicklungen in der Industrie.
Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Hans Hess stimmen zu Beginn des Tages auf das Thema ein. Referate von Christen Guss, Swiss Steel, ABB, Müller-Martini, Securiton und weiteren stellen einen starken Bezug zur Realität in der Schweiz her.  
Die fünfte Jahrestagung „Fokus Industrie 4.0“ der Initiative Industrie 2025 findet am 17. Mai im Campussaal Windisch / Brugg statt und wird von Nina Stutz moderiert.

Lageplan Campussaal


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Programm

08:00 - 08:45 Registrierung und Begrüssungskaffee

08:45 Eröffnung

Robert Rudolph
Präsident Initiative "Industrie2025"
Mitglied der Geschäftsleitung Swissmem

Bedeutung und Herausforderungen von Industrie 4.0 für den Werkplatz Schweiz

René Brugger (Präsident swissT.net) im Gespräch mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann

 

Hans Hess
Präsident Swissmem
Vize-Präsident economiesuisse

 

Referent:

Pascal LamiaNach seinem Einstieg 1988 in die IKT als System Engineer bei der damaligen Telekurs AG in Zürich, war er zehn Jahre bei der Schweizerischen Mobiliar in Bern in verschiedenen Funktionen, unter anderem auch als System Programmierer, tätig.Seit 2000 hat er die Rolle des Informatiksicherheitsbeauftragten des Bundes beim Informatiksteuerungsorgan ISB inne und übernahm auf den 1. Januar 2008 die Gesamtleitung der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI.Als eine der ersten Handlungen hat er das GovCERT (Computer Emergency Response Team des Bundes) auf- und ausgebaut, um die MELANI Dienstleistungen gegenüber den Betreibern von kritischen Infrastrukturen und die subsidiäre Unterstützung deren in Cyber Krisen noch besser abzudecken.

Inhalt:Cyber war jahrelang ein Modewort, jedoch spätestens seit den letzten grösseren Attacken gegen Schweizer Unternehmen sollten alle wissen, dass dies die aktuelle und zukünftige Gefahr für Staaten, Unternehmen und Privatpersonen ist.
Im Referat werde die aktuellen Cyber Gefahren dargestellt und versucht, die Teilnehmenden zu sensibilisieren, insbesondere wenn es um neue Technologien und deren Sicherheit geht.

Aus der Arbeitsgruppe "Einstieg in Industrie 4.0"Der Quickstarter 2025 wurde von der Arbeitsgruppe "Einstieg in Industrie 4.0" der Initiative "Industrie 2025" erarbeitet. Es ist ein Bündel an verschiedenen Instrumenten, welche vor allem kleinen- und mittleren Industrieunternehmen mit wenig Erfahrung in der Digitalisierung hilft auf ein strukturierte Weise erste sinnvolle Projekte mit Digitalisierungs- und Vernetzungscharakter zu identifizieren und umzusetzen. Der Quickstarter 2025 kann vom Unternehmen selbständig oder unterstützt durch einen Quickstarter-Experten durchgeführt werden. 

Referent:

Philip Hauri
Nach seinem Studium zum Maschinenbauingenieur FH hat Philip Hauri als wissenschaftlicher Assistent an der FHNW gearbeitet. Nach einem längeren Sprachaufenthalt in den USA folgten verschiedene Stationen als Entwicklungsingenieur in der Produktentwicklung, als Produktmanager, als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer im internationalen Maschinenbau. Philip Hauri hat ein EMBA in General Management und ist seit 2015 Ressortleiter Innovation bei Swissmem. Er hat die Initiative „Industrie 2025“ massgeblich mitgeprägt.



Aus der Arbeitsgruppe "Digitale Geschäftsmodelle" Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle reifer KMU’s der Industrie? Was bedeutet ein «digitales Geschäftsmodell»? Mit welcher Methodik und Inhalten kann ein KMU das Thema angehen? Die Arbeitsgruppe «denken in digitalen Geschäftsmodellen» der Initiative «Industrie 2025» bereitet für die KMU der Schweizer Industrie Antworten auf diese spezifischen Fragen auf. Markus Koch berichtet über den Stand der Arbeiten der Arbeitsgruppe.

Referent:

Markus Koch
Markus Koch leitet die Strategische Entwicklung der Konsum- und Industrie-Güter Branche bei Deloitte Schweiz. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung mit der Beratung von Unternehmen in dieser Branche. Markus Koch hat Projekte in den Bereichen Strategie, Kostenreduktion, Supply Chain, Digitalisierung und Restrukturierung auf fünf Kontinenten geleitet. Markus Koch ist ein Vordenker bezüglich Industrie 4.0, Digitalisierung und Wachstum.

 

10:10 - 10:45 Ausstellung und Networking

10:45 Umsetzung Industrie 4.0 Projekte

Referenten:

Carsten Vollrath
Herr Carsten Vollrath (Dipl.-Kfm, MBA) ist CEO der INNOVATIVE PARTNERS GROUP. Herr Vollrath besitzt über 25 Jahre Industrie- und Beratungserfahrung und war in dieser Zeit für verschiedene internationale Managementberatungen tätig.
Seine Praxisschwerpunkte reichen von der strategischen Neuausrichtung von Unternehmensorganisationen und –netzwerken bis hin zu operativen Programmen zur Realisierung von Kosten- und  Produktivitätsvorteilen
AUSBILDUNG
› Diplom-Kaufmann, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln
› Executive MBA (Postgraduales Studium) in den USA (Northwestern University - Kellogg Graduate School of Management,) und Deutschland (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung/WHU)

Alex Waser
Alex Waser ist CEO der Bystronic Group seit April 2013. Von 2010 bis zu seinem Eintritt in die Conzzeta Gruppe leitete Alex Waser die Mehrzahl der europäischen Märkte für Ecolab, einem amerikanischen Anbieter von Systemlösungen für die Lebensmittelindustrie. Von 1994 bis 2010 war er bei der SPX Gruppe, einem Unternehmen, das weltweit Werkstattausrüstungen und Diagnosesysteme für die Automobilbranche anbietet, tätig. Während dieser Zeit hatte er verschiedene Leitungsfunktionen in Europa und in den USA inne, zuletzt als President of Service Solutions der SPX Europe GmbH, Hainburg (DE), hierbei war er für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika zuständig.

Inhalt:
Schwerpunkte:
• Ganzheitliches Denken in Geschäftsmodellen als Ausgangspunkt der Transformation
• Der „Open Innovation Ansatz“ fördert Querdenken und disruptive Lösungsansätze
• Digitale Services als wichtiger Lösungsbaustein
• Bündeln der digitalen Kompetenzen bei Bystronic als Erfolgsbaustein
• Die Transformations-RoadMap als vernetzter Masterplan aus Lösungsbausteinen und zentralen „Enablern“ 

Referent:

Marc Nass
Master 1 Elektrotechnik, Elektronik & Automation.
Université Haute Alsace - Mulhouse - France - 1987
Master 2 Administration des Entreprises
École de Management IAE Strasbourg - France - 1995
Projektleiter Automation JCS AG - Bâle -  1988 - 1998
Geschäftsführer AEMO Automation Sàrl Sausheim - France 1999 - 2015
Projektleiter Automation Actemium Suisse SA - Porrentruy  2015 - 2016
Business Unit Manager Actemium Romandie 2016

Inhalt:

Ausgangslage:

Bestehende Anlage mit verschiedene Fertigungsmaschinen. Steuerung mit tiefem Automationsgrad und manuelle Rapportierung, wobei die Produktionsergebnisse und Produktqualität stark abhängig sind vom Operator. Export von Fertigungsaufträge auf Papier und Manuelle Erfassung von Produktionsdaten (Temperatur, Druck, Feuchtigkeit, Dauer, …) auf Papier.

Auftrag:

- Vernetzung der Fertigungsmaschinen und Digitalisierung der Produktion
- Produkt-Rückverfolgbarkeit gemäss ISO 13485 Medtech Norm gewährleisten
- Erfüllung 21CFR11.

Kundenmehrwert:

Produktivitätsverbesserung und gleichzeitig Qualitätsverbesserung nach ISO 13485 Medtech Norm. Erfüllung 21CFR11. Optimale Chargenfertigung erlaubt die Entwicklung von neuen Geschäftsfelder.

Referenten:

Ueli Eggenberger
Head of IT - Midor AG
Urs Weber
Teamleiter Automation - Midor AG

Inhalt:
IoT ist nichts neues, aber für uns in der Industrie bringt es einen enormen Mehrwert. Das Zusammenspiel von Maschinensensoren, dem MES von Autexis und die Logik in der Cloud hilft uns Kurzstopper der Anlage oder Ausfälle zu minimieren oder zu vermeiden. 

Referent:

Raphaël Müller
Seit 2012 ist Raphaël Müller bei der Firma Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG tätig. Angefangen als Projektleiter für Werkzeugbewirtschaftungslösungen im Gebiet der französisch-sprachigen Schweiz, leitete Raphaël Müller heute die Abteilung Industrial Solutions, welche innerhalb der Brütsch/Rüegger Struktur der Business Unit Consulting zugehörig ist.Dank seinem langjährigen IT-Background (>12 Jahre) und der Weiterbildung zum Project Manager HF hat Raphaël Müller die Jellix Lösung, zusammen mit einem Team von 4 Projektleitern und 8 Programmierern, entwickelt.Das Lösungs-Portfolio, welches Brütsch/Rüegger im Bereich Digitalisierung anbietet, erlaubte es der Abteilung Industrial Solutions bereits über 60 Projekte in der Schweiz und im Ausland erfolgreich zu realisieren.

Inhalt:
JELLIX ALS SINNBILD FÜR DIE ENTWICKLUNG VON BRÜTSCH/RÜEGGER TOOLS ZUM INTEGRALEN LÖSUNGSANBIETER
Jellix ist die logische Folge aller Entwicklungsschritte, die Brütsch/Rüegger Tools in den letzten bald 20 Jahren für seine Kunden gemacht hat:
Anfänglich stand die Reduktion der Werkzeugkosten respektive die Erhöhung der Werkzeugeffizienz im Fokus. Dann richtete sich das Augenmerk der Urdorfer Werkzeugspezialisten auf die Senkung der Prozesskosten, vor allem mit dem ToolShop. Mit dem ToolBox System deckte man erstmals mehrere Prozessschritte (Konstruktion, Simulation, Werkzeugbereitstellung, Maschine) ab. Und mit Jellix schliesslich legt Brütsch/Rüegger Tools zusammen mit dem Schweizer Start-up-Unternehmen stemys.io eine integrale Lösung zur Optimierung vom Einkauf über die Produktion bis zum Versand vor. Die modulare und offene Architektur von Jellix erlaubt eine massgeschneiderte Einbettung in bestehende Systeme.

Referent:

Hans-Peter Gysel
Abgeschlossene Mechanikerlehre
Studium zum Maschineningenieur
PLM Consultant | Experte in Kostenmanagement
Geschäftsleitung shouldcosting GmbH

Inhalt: Machine Learning für das Warengruppenmanagement? Warengruppenmanagement (Category Management) ist eine wichtige Funktion innerhalb jedes Unternehmens. Dazu gehört im Wesentlichen die korrekte Zuordnung von Artikeln - zu Warengruppen und die Analyse dieser Artikelgruppen. Artikel werden in vielen Unternehmen manuell den entsprechenden Warengruppen zugeordnet. Das ist oft mit viel Arbeit verbunden und funktioniert eher schlecht als recht. Falsch klassifizierte Artikel sind an der Tagesordnung - was spätere Analysen der Warengruppen sehr erschwert. Die "Gesichtserkennung für Artikel" übernimmt die Klassifizierung von Artikeln - vollautomatisch. Machine Learning hilft dabei - mit höchster Präzision und Geschwindigkeit.

12:00 - 13:15 Mittagspause

13:15 Digitale Transformation: Herausforderungen für KMUs

Referent:

Michael Grabher
2009 Bachelor of Science FHNW Brugg-Windisch, Maschinenbauingenieur mit Vertiefung Produktionstechnik und Prozesse
2008 - 2013 Leiter Verkauf weltweit, Grabher INDOSA-Maschinenbau AG
2011 - 2016 berufsbegleitendes Studium am International Packaging Institute in Schaffhausen und an der Michigan State University, Master of Engineering in Packaging Technology
seit 2013 CEO / Verwaltungsrat / Inhaber Swiss Can Machinery AG

Inhalt: 
- Vom Start-Up zum KMU in 5 Jahren
- Industrie 4.0 / 2025 als grosse (und aus meiner Sicht einzige) Chance für kleine Schweizer Firmen
- Höhen und Tiefen einer jungen Firma in einer "alten" Branche mit 95 % Export
- Finanzierung 4.0 / 2025: Was für Möglichkeiten gibt es in der Schweiz - SERV
- Finanzierungsbeispiel für Grossprojekt mit SERV-Unterstützung

Referent:

Matthias Weibel
Der Geschäftsführer des RUZ ist ein Unternehmer durch und durch mit langjähriger Erfahrung als Geschäftsführer und Verwaltungsrat. Matthias Weibel kennt die Herausforderungen aus eigener Erfahrung, mit denen sich heutige Unternehmer konfrontiert sehen. Zuletzt war er über zwölf Jahre Mitinhaber einer internationalen Maschinenbaufirma und hat mit ihr erfolgreich ins Ausland expandiert und im Inland Produktinnovationen, Projekte im Bereich «Industrie 4.0» sowie Nachfolgelösungen realisiert.

Inhalt:
Anhand eines typischen Falles aus der Praxis unterteilt Matthias Weibel sein Referat in drei Teile:
1. Wieso geht es mit Industrie 4.0 in der Schweiz nur schleppend voran?
2. Typische Finanzierungshürden bei komplexen Digitalisierungsprojekten
3. Lösungsansätze und Angebote des Raiffeisen Unternehmerzentrums RUZ

Referent:

Dr. Georg Nussbaum
Nach Ausbildung zum Bankkaufmann Studium der Metallurgie und Werkstofftechnik an der RWTH Aachen. Im Anschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung in Dresden mit nachfolgender Promotion über Mikrostrukturkorrelation.
Seit 20 Jahren bei der Swiss Steel AG in unterschiedlichen Funktionen tätig und seit kurzem Leiter des Ausschusses für Langprodukte in einer Gemeinschaftsorganisation der europäischen Stahlindustrie.
Die Swiss Steel AG erzeugt innerhalb der in Luzern ansässigen Schmolz und Bickenbach Gruppe Edelbaustähle für internationalen Kundensegmente aus der  Automobil-, Maschinen- und Apparateindustrie. 

Inhalt:Für die seit über 175 Jahre in der äusserst wettbewerbsintensiven Stahlindustrie tätige Swiss Steel AG stellt der digitale Wandel nicht erst seit dem „Hype“ um Industrie 4.0 eine Herausforderung da. Die aktuell in ihren Prozessmodellen eher konservative Stahlindustrie spürt allerdings immer stärker, dass sich durch die Digitalisierung in der Kundenbeziehung und im eigenen Prozess erhebliche Verbesserungspotentiale wie Wachstumschancen ergeben. Hierzu werden mögliche Wege einer Digitalisierungsstrategie "2025" und ihre Potentiale aufgezeigt. Neben den Erfahrungen aus bisherigen Implementierungen wird auf aktuelle Pilotprojekte und zukünftige Ideen wie „Golden Coil“ eingegangen. Schwerpunkt wird dabei auf ein softwarebasiertes Qualitätsentscheidungssystem gelegt, welches ab Mitte 2018 die hoch komplexen Daten der gesamten Wertschöpfungskette intelligent zu Regeln bis hin zu Echtzeit-Prozessempfehlungen verarbeiten soll.

Referent:

Steffen Zimmermann Steffen Zimmermann, CISSP, CEH, studierte Wirtschaftsinformatik und begann seine Karriere im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) in 2000. Aktuell ist er Leiter des Competence Centers Industrial Security im VDMA. Er ist Gründer und Leiter verschiedener industrieller Expertenkommitees zur Informationssicherheit und Industrial Security. Als Gründungsmitglied der „Plattform Industrie 4.0” vertritt Steffen Zimmermann den VDMA und den Maschinenbau in der Arbeitsgruppe „Sicherheit vernetzter Systeme“ und ist aktives Mitglied in Normungskommitees von DIN, DKE, CEN und ISO.

Inhalt:
Die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit digital vernetzter Systeme ist eine der zentralen Herausforderungen für die Realisierung von Industrie 4.0, der Integration von IoT-Devices und der Digitalisierung bestehender Geschäftsprozesse.
Welche Herausforderungen kommen auf Unternehmen zu, die in digitale Dienste und Services investieren? Wie kann ich den unternehmensübergreifenden Datenaustausch absichern? Und wie integriere ich frühzeitig die Security in meine Produktentwicklung?
Der Beitrag des Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA, Frankfurt am Main) zeigt aktuelle Informationen aus dem Maschinen- und Anlagenbau über den Status Quo der Security für sichere Produkte und Prozesse. Empfehlungen des VDMA für Hersteller, Integratoren und Betreiber runden den Beitrag ab.

14:20 Der Mensch in der Digitalisierung, 1. Teil

Referent:

Dominik Bösl
Dominik Bösl ist bei der KUKA AG im Bereich Innovation und Technology Management tätig, seit er im Jahr 2011 als Head of Corporate Strategy und Mitglied der Geschäftsleitung bei KUKA Laboratories einstieg. Seit Anfang 2017 hat er die Position des Senior Corporate Innovation Manager inne und übernimmt die Funktion des Vice President für Consumer Driven Robotics. Als einer der Technology Owner des Unternehmens definiert er zudem die Strategie für die Bereiche „Apps, Cloud & IoT".  

Inhalt:
Der Vortrag liefert einen Ausblick auf die Veränderungen, die uns im Zuge von Industrie 4.0 erwarten. Dominik Bösl beschreibt die bisherige und zukünftige Entwicklung der Robotik mithilfe des Modells der „Four Robotic Revolutions“.
Dabei werden die Veränderungen prognostiziert, die eine zunehmende Automatisierung und Digitalisierung, disruptive Innovationen und Megatrends im Zusammenhang mit Industrie 4.0 auf die Produktion, Kommunikation aber auch auf die Gesellschaft als Ganzes mit sich bringen. Unter anderem wird darauf eingegangen, welche Rolle Internet- und Cloud-Technologien für die Produktion spielen werden und vor welchen Herausforderungen die Gesetzgebung im Zuge von Industrie 4.0 steht.

14:50 - 15:20 Ausstellung und Networking

15:20 Der Mensch in der Digitalisierung, 2. Teil

Referenten:

Mario Drinovac
Nach dem Studium der Elektrotechnik und diversen Funktionen im Bereich Automation und Integration von industriellen Fertigungsprozessen Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft.
Seit 18 Jahren bei ABB Schweiz AG in diversen Funktionen und seit 2014 Leiter der lokalen Business Unit Control Technologies.
Andreas Erbe
Andreas Erbe war vor der Gründung der Launchlabs Schweiz bei Swisscom 8 Jahre lang u.a. verantwortlich für die Swisscom Design Academy und hat dort als Senior Experience Design Coach  in verschiedensten Service Design Projekten gearbeitet - quer durch alle Bereiche mit weit über 1000 Führungskräften und Mitarbeitenden von der Geschäftsleitung bis zum Call-Center Agenten. Andreas war in den letzten Jahren in verschiedensten Change, Service- und Workspace-Design Projekten in der Schweiz (ABB, Roche IT, Schweizerischer Innovationspark, V-ZUG), Österreich (Erste Bank), Deutschland (Audi, Deutsche Telekom), England (Three) den Philippinen (Accenture) und Saudi-Arabien (STC) tätig. Andreas hat einen Master-Abschluss in Workspace Design, ein MBA der Universität St.Gallen HSG, ist Experte und Dozent am International Design Management Course der HSLU Luzern und ausserdem zertifizierter HBDI Coach und Scrum Master.

Inhalt:
Eine sich stark verändernde Arbeitsumwelt und die Digitalisierung führen zu einem neuen Verständnis von Organisationen und Führung. Traditionelle Arbeitsbedingungen, etablierte Arbeitszeitmodelle und -hierarchien werden seltener. Die zukünftige Arbeitsweise erfordert von Mitarbeitern wie auch von Vorgesetzten noch mehr Know-how, Kreativität, Flexibilität, Führungsstärke und Veränderungsbereitschaft.

"Future of Work" ist die Initiative von ABB Schweiz, welche von der Firma "launchlabs" begleitet und unterstützt wird, um diesen Wandel durch die Schaffung moderner und flexibler Arbeitsweisen und -umgebungen aktiv voranzutreiben. Neue Wege der Zusammenarbeit, vertrauensbasierte Führung von virtuellen Organisationen, kreative, interaktive und bedarfsorientierte Arbeitsplätze sowie innovative und agile Arbeitsmethoden sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren.

Referent:

Andri Rüesch: 
Seit 2013 ist Andri Rüesch im HR von Swisscom tätig. Zuerst als Leiter Berufsbildung und seit Juni 2016 verantwortlich für das neue Team Sourcing, Skills & Talents, dem nebst der Berufsbildung (Next Generation) auch die Bereiche Recruiting, HR-Marketing und Talentmanagement angehören.

Inhalt: Fundamentale Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung

Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung verändert Gesellschaft und damit auch die Arbeitswelt grundlegend

  • Digitale Technologien ermöglichen neue Interaktionsformen, verändern Geschäftsmodelle & Prozesse. Bsp. AI, Chatbots, VR/AR schaffen neue Kundenerlebnisse
  • Neue Berufsbilder entstehen, bestehende verändern sich oder verschwinden. Nicht mit Sicherheit sagen lässt sich, welche bestehenden oder neuen Skills und Berufe am Arbeitsmarkt künftig mehr oder weniger gefragt sein werden.  
  • Das Tempo der Umwälzungen ist höher denn je – die VUCA Welt ist Realität: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Vieldeutigkeit steigen

Lebenslanges Lernen & Employability als Survival Skills

  • Jeder Einzelne muss lernen, mit der Unsicherheit, der Geschwindigkeit der Veränderungen, der Komplexität und dem Druck umzugehen.
  • Persönliche und berufliche Flexibilität, Offenheit für Neues, initiatives und eigenverantwortliches, lebenslanges Lernen, Weiterentwicklung und Investieren in Employability werden überlebenswichtig (Survival Skills) 

Flexibilität & Skillsportfolio als Schlüssel

  • Selbstreflexion, Selbstsicherheit, Flexibilität, Teamfähigkeit und ein gefestigtes, stärkenbasiertes Skills-Portfolio als Schlüsselkompetenzen für Lernende
  • Freude am eigenverantwortlichen Lernen, Engagement sowie Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit werden immer wichtiger 

Beispiele aus der Praxis

  • Lehre bei Swisscom – selbstorganisiert in einem Marktplatzmodell

15:50 Geschäftsmodelle

Referent:

Florian Christen

Florian Christen, Betriebswirt mit grossem Veränderungsdrang. Hat 2012 die Unternehmung in 4ter Generation übernommen und es sich zum Ziel gemacht die Christenguss für die digitale Zukunft fit zu machen. Er will aufzeigen, dass auch kleine Unternehmen in Sachen Digitalisierung  vorne dabei sein können und ihre Vorteile am Standort Schweiz ausspielen können.

Inhalt: Die Metallgießerei Christenguss AG ist im anspruchsvollen Marktumfeld der produzierenden Industrie unterwegs. Der bereits schon moderne Entwicklungsstand bei Christenguss und der Wille, in diesem Marktumfeld nicht nur bestehen zu können, sondern führend zu sein, hat Christenguss dazu veranlasst, eine längerfristige Strategie für die technologische Weiterentwicklung auszuarbeiten. Diese mündete in der Vision Guss 4.0. Die vier-Stufige Strategie ist über einen Zeitraum von ca. 10-15 Jahr ausgelegt und berücksichtigt hierbei sowohl die Größe des KMU als auch seine finanziellen Möglichkeiten. 

Im jetzigen Stand ist die erste Entwicklungsstufe fast abgeschlossen und es laufen bereits Vorarbeiten zur nächsten Stufe. Selbstredend ist Christenguss auch auf den einen oder anderen Stolperstein gestoßen und muss die Strategie kontinuierlich weiter verfeinern.

Referent:


Roland Kost
Maschineningenieur FH, seit 1998 bei Müller Martini in verschiedenen Positionen in der Produktentwicklung tätig. Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für sämtliche Entwicklungsstandorte im Konzern. Immer mit Schwerpunkt Innovation und zukünftige Produkteentwicklungs-Strategien. Prüfungsexperte an der HTA Luzern für den Bereich Maschinenbau.


Inhalt: Mit der von Industrie 4.0 abgeleiteten Entwicklungsstrategie Finishing 4.0 setzt Müller Martini die Vision um, sämtliche Systeme an die Anforderungen der zunehmenden Individualisierung von Printprodukten und der Produktion von Kleinstauflagen anzupassen. Das von Müller Martini entwickelte Buchproduktions-System ist fähig, Bücher in Auflagegrösse 1 herzustellen. Das Workflow-System Connex vernetzt alle Schritte und liest zuerst die Buchinformationen aus dem PDF aus. Die enthaltenen Format- und Jobdaten werden für die Digitaldruckmaschine aufbereitet. Das individuelle Buch wird auf eine Bahn gedruckt und zu einem Buchblock verarbeitet. Im Klebebinder wird der Buchblock zusammen mit dem Umschlag verklebt und zum Schluss mittels Dreischneider auf das Endformat geschnitten. Format, Dicke und Inhalt jedes Buches können unterschiedlich sein und die Einstellungen erfolgen vollautomatisch.  

Referenten:

Jörg Furrer (Securiton)
Als Leiter Entwicklung / CTO ist Jörg Furrer verantwortlich für die Technologie- und Innovations-Roadmap sowie die Produktbereitstellung der Sparten Einbruch- und Sonderbrandmeldetechnik, Sicherheitsleitsysteme und Zutrittskontrolle bei Securiton. Nebst seinem FH Studium in Technischer Informatik verfügt über einen M.Sc. Abschluss der Northwestern University im Bereich Kommunikationstechnik, sowie über ein MBA Studium in Innovation Management.

Mario Schmuziger (Zühlke Engineering AG)Business Solution Manager Internet of Things
Nach seinem Abschluss als Maschineningenieur ETH hat Mario Schmuziger Erfahrungen in Herstellungsprozessen für medizinische Implantate, Lean- und Quality Management erarbeitet. Parallel absolvierte er eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung an der ETH und gründete ein Start-up. Danach hatte Mario verschiedene Funktionen bei Swisscom inne und hat insbesondere geholfen das Lösungsgeschäft für das industrielle IoT auf zu bauen und Kunden auf strategischer Ebene und in der Umsetzung zu beraten. Er ist mehrheitlich bei Unternehmen im Maschinen- / Anlagenbau, im Service sowie bei Herstellern von Medizinprodukten unterwegs. Seine Leidenschaft liegt in: #family #digitaltransformation #iot #industry40 #liberalism #olten #nature #food #wine #sports

Inhalt: Securiton als einer der führenden Anbieter von Sicherheitstechnik für Einbruch- und Brandmeldetechnik, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung, realisiert einen weiteren Schritt in der digitalen Reise und vernetzt ihre Gewerke für die zunehmende Kundeninteraktion. Die Vernetzung (Internet of Things) bringt auch Vorteile in den Service- und Support-Prozessen. Interventionszeiten werden reduziert und die Bearbeitung von Supportanfragen werden vereinfacht.

Sie erhalten Einblicke in die digitale Reise von Securiton und ein Beispiel wie ein Schweizer Mittelständer die Chancen wahrnimmt ohne die Risiken zu vergessen…

Referent:

Frank Schröder
Frank Schröder leitet seit 1996 das Facility Management bei PHOENIX CONTACT Electronics. In seiner Verantwortung sind nebst Themenbereichen wie Brandschutz, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Werksschutz insbesondere der optimale Betrieb von Liegenschaften und Gebäuden an den Firmenstandorten in Bad Pyrmont, Berlin, Dresden, Velbert, Paderborn und Lemgo. Hierbei handelt es sich um Bürogebäude und Produktionsgebäude mit hohen Anforderungen aus einer anspruchsvollen Prozessumgebung.

Inhalt: These: Smart Buildings als integraler Bestandteil der Smart City

Intelligente Gebäude bilden zukünftig einen integralen Bestandteil von Smart Cities. Werden sie intelligent vernetzt und in das Gesamtkonzept integriert, können die Gebäude zu einem effizienten, stabilen und wirtschaftlichen Städtekonzept beitragen – beispielsweise als Speicher oder Verbraucher im Bereich der Energieversorgung. Ein solcher Ansatz bedingt allerdings eine Digitalisierung der Gebäudewirtschaft. Die Datenpunkte werden dabei zu aussagekräftigen Informationen verdichtet. Auf dieser Grundlage lassen sich Prozesse im Gebäude managen und optimieren. Die so erlangte Datentransparenz eröffnet viele weitere Integrationsmöglichkeiten – von Arealnetzen bis zu Smart Cities. 

Phoenix Contact setzt in seinem weltweiten Liegenschafts- und Gebäudemanagement auf das Internet der Dinge. In Kombination mit dem unternehmenseigenen Gebäudetechnik-Portfolio lassen sich so zukunftsweisende Lösungen gestalten. Mit Building IoT setzen wir die globalen Megatrends - wie Industrie 4.0, Big Data und Data Analytics - in intelligente Versorgungsprozesse der Gebäudetechnik im Sinne einer vernetzten Energielandschaft um.

17:00 Feierabendbier


Aussteller