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Industrieforum 2025 - 5 Bausteine zum Industrie 4.0-Erfolg

Um «Industrie 4.0» erfolgreich aufzubauen sind verschiedenste Ansätze möglich, welche auf die individuelle Ausgangslage und Ziele der jeweiligen Unternehmen ausgerichtet sein müssen. 
Gemeinsam ist aber allen, dass sie ein optimales Fundament brauchen, um über einzelne Leuchtturmprojekte hinauszukommen. Diese Basis besteht aus mindestens fünf Bausteinen: Umsetzungsstrategien, Daten, Security, Skills/Arbeitswelt und Kundenorientierung. Am 6. «Industrieforum 2025» (vormals Jahrestagung) geben Ihnen Experten Einblicke in die Themen und stellen Usecases vor, die Ihnen auf dem Weg zu Industrie 4.0 Anleitung, Inspiration und Vorbild sein sollen. An der begleitenden Ausstellung lernen Sie zudem konkrete Lösungen von rund 30 Anbieter kennen.


Datum  9. Mai 2019
Zeit      08:15 - 17:30 Uhr
Ort       CAMPUSSAAL Kultur + Kongresse, Bahnhofstrasse 6, 5210 Brugg-Windisch (Lageplan (pdf))


Sponsoren 2019

                         
                 

Impressionen Anlass 2018

Programm

8:15 - 8:45 Uhr Empfang und Registration

Einführung

Begrüssung

Robert Rudolph ist Bereichsleiter Digitalisierung und Innovation bei Swissmem und Präsident der Initivative "Industrie 2025". 

Damit die Schweiz weiterhin eines der führenden Länder in der Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien bleibt, ist es wichtig, dass die Kompetenzen in Bildung und Forschung gestärkt werden. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat die Herausforderungen der Digitalisierung für Bildung und Forschung in der Schweiz untersucht und den „Aktionsplan Digitalisierung im BFI-Bereich in den Jahren 2019 und 2020“ erarbeitet. Konkrete Massnahmen finden sich in acht verschiedenen Aktionsfeldern.

DIE REFERENTIN

Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation

Martina Hirayama absolvierte ein Studium der Chemie an der Universität Fribourg, an der ETH Zürich und am Imperial College London, das sie als Dr. sc. techn. ETH Zürich abschloss und später durch ein Nachdiplomstudium in Betriebswissenschaften an der ETH Zürich ergänzte. Nach der Dissertation war sie ab 1995 als Gruppen-Leiterin am Institut für Polymere an der ETH Zürich tätig. Während dieser Zeit war sie ausserdem Mitgründerin und bis 2008 CEO eines Startups im Bereich neuer Beschichtungstechnologien.

2003 wechselte Martina Hirayama als Dozentin für industrielle Chemie an die Zürcher Hochschule Winterthur, wo sie den Fachbereich Polymere Materialien entwickelte und führte. 2007 bis 2010 baute sie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) das Institute of Materials and Process Engineering auf. 2011-2018 war sie Direktorin an der ZHAW School of Engineering, Mitglied der Hochschulleitung und seit 2014 auch Leiterin des Ressorts Internationales der ZHAW.

Martina Hirayama war 2012-2018 Präsidentin des Institutsrates des Eidgenössischen Instituts für Metrologie METAS, 2011-2018 Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der Förderagentur Innosuisse sowie 2016-2018 Mitglied des Stiftungsrates des Schweizerischen Nationalfonds.

Seit 1. Januar 2019 ist Martina Hirayama Direktorin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation im Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung.




Der Begriff Industrie 4.0 wird gemeinhin mit einer vierten industriellen Revolution in Verbindung gebracht, die gerade erst begonnen hat und in naher Zukunft zu disruptiven Transformationen führen wird. Was aber sind die geschichtlichen Grundlagen für die hohen Erwartungen an die Industrie 4.0 und wie soll sie sich von der Industrie 1.0, 2.0 und 3.0 abheben? Der Vortrag geht den geschichtlichen Annahmen hinter dem Begriff Industrie 4.0 auf den Grund und bietet damit zugleich eine provokative Anregung und eine realistische Orientierung für die Gegenwart.

DER REFERENT

Caspar Hirschi, geboren 1975, ist seit 2012 Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität St.Gallen. Er studierte an den Universitäten Fribourg und Tübingen und lehrte an der Universität Cambridge und an der ETH Zürich. Zu seinen Forschungsgebieten gehört die Geschichte des Nationalismus, die Organisation von Innovation und das Verhältnis von Wissenschaft und Politik in Geschichte und Gegenwart. 2012 veröffentlichte er "The Origins of Nationalism: An Alternative History from Ancient Rome to Early Modern Germany" (Cambridge University Press), 2018 erschien "Skandalexperten – Expertenskandale. Zur Geschichte eines Gegenwartsproblems" (Matthes & Seitz).

 

Erfolgsfaktoren für die Produktion im Hochlohnland Schweiz

Der technologische Fortschritt im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung schreitet rasant voran womit auch die Anforderungen an die Methodenkompetenz und die Organisation steigen. Der «Digital Exploration Approach» ist ein Workshop basierender Ansatz, der den Werken hilft, eine geeignete Digitalisierungs-Roadmap zu entwickeln und diese erfolgreich umzusetzen.

DER REFERENT

2011 startete Yann Ulrich als «Projektleiter Lean Production» bei Siemens Building Products. Danach folgten 5 Jahre als Leiter des Production Engineering Departments. Seit 2017 ist er als Digitalisierungsexperte mitverantwortlich für die Weiterentwicklung und Umsetzung der Digitalisierungs-Roadmap innerhalb von «Building Products Manufacturing».




Umsetzungsstrategien

Die personellen Ressourcen der meisten KMU sind stark im operativen Tagesgeschäft gebunden. Zusätzlich erschweren die Informationsflut, die fehlende Erfahrung und Technology-First Ansätze das Erkennen des eigentlichen Nutzenpotentials von Industrie 4.0. Das hindert viele, erste wichtige Schritte in eine digitale Zukunft zu machen.

Eine Arbeitsgruppe von Industrie 2025hat sich diesem Problem angenommen und ein Online Tool entwickelt (Quickstarter 2025) mit dem produzierende KMU autodidaktisch, strukturiert und effizient erste kleine Digitalisierungsprojekte im Unternehmen identifizieren und umsetzen können. 

Philip Hauri (Industrie 2025) und Manuel Enriquez (pwb AG) zeigen den Aufbau des Quickstarter 2025 und ein konkretes bereits umgesetztes Digitalisierungsprojekt.

DIE REFERENTEN

Philip Hauri ist Leiter der Plattform Industrie 2025 und Co-Leiter der Arbeitsgruppe «Einstieg in Industrie 4.0», welche den Quickstarter 2025 entwickelt hat. Er ist Maschinenbauingenieur mit einer betriebswirtschaftlichen Weiterbildung und hat verschiedene Stationen in der Industrie durchlaufen; vor allem im KMU-Umfeld.

Manuel Enriquez hat nach der Grundausbildung zum Mechaniker und diversen betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen,  diverse Stationen in einem internationalen Rüstungskonzern durchlaufen. Angefangen vom Diagnostiker bis hin zum Key Account Manager für internationale Grosskunden. Manuel Enriquez ist zur Zeit in einer Weiterbildung zum Sales Executive an der HSG in St.Gallen, welche er im 2019 abschliessen wird. Seit 2016 ist Manuel Enriquez  Marketing- und Verkaufsleiter bei der pwb AG. pwb ist ein klassischer Industriezulieferer mit Schwerpunkt  in Zerspanung und pneumatischer Antriebstechnik. Die Digitalisierung des Verkaufsprozesses ist bei pwb ein aktuelles Thema welches von Manuel Enriquez stark begleitet wird. 


Was heisst Industrie 4.0 für uns? Was kostet das? Müssen wir da mitmachen?
Oft fehlt ein geeigneter Fahrplan, wie solch ein umfassendes Thema sinnvoll angegangen werden kann. Eine fokussierte Strategie mit durchdachten, stemmbaren Schritten ist aufgrund begrenzter Ressourcen unerlässlich und Herausforderung zugleich. 
Das Referat zeigt den Weg von der Idee zur Umsetzung und vermittelt einen Einblick in die sehr praxisnahen Herausforderungen eines kleinen Lohnfertigers auf dem Weg zur vernetzten Produktion.

DER REFERENT

Damian Hostettler ist bei der Luisi & Diener AG – ein Industriezulieferer für CNC-Präzisionsmechanik – als Projektleiter für die Entwicklung und Umsetzung der Massnahmen auf dem Weg zu Industrie 4.0 zuständig. Nach seinem Studium in BWL und Unternehmensführung (B.A./M.A. HSG) war er als Unternehmensberater tätig und unterstützt mit seiner Erfahrung aus Beratungsprojekten mit Maschinenbauern nun die Luisi & Diener AG auf dem Weg zur vernetzten Produktion.


Wie startet man als traditionelles Familienunternehmen in die Digitalisierung? Wo liegen die Stolpersteine und was kommt nach Losgrösse 1?

DER REFERENT

Daniel Fiechter ist als Head Digital Business bei der STOBAG verantwortlich für die übergreifende Koordination digitaler Initiativen und die Umsetzung von digitalen Lösungen.
Zudem ist er als Dozent für digitale Geschäftsmodell für die Industrie an der FFHS tätig und Mitinhaber der taktwerk GmbH, die auf Prozessdigitalisierungen für Industrie-KMU spezialisiert ist.

Er hat einen Masterabschluss in Business Innovation von der Universität St. Gallen.

 

10:30 - 11:00 Uhr Pause / Besuch Ausstellung / Networking

Skills & Arbeitswelt

Swissmem hat die ZHAW beauftragt, die Transformation der Arbeitswelt durch die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette der Schweizer Geräte-, Maschinen- und Anlagenbauunternehmen zu untersuchen.
Im Zentrum der Studie standen folgende Fragen, die mittels Literaturauswertung und Interviews mit Leuchtturmunternehmen untersucht wurden:
1. Was sind die Auslöser für die Einführung neuer Technologien und Arbeitsmethoden?
2. Welche Prozesse der Wertschöpfungskette sind durch neue Technologien und Methoden betroffen und welchen Einfluss hat dies auf die Arbeitswelt?
3. Was sind mögliche Zukunftsszenarien und welche Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 kommen auf die Unternehmen zu?
Das Referat stellt die Vorgehensweise und Ergebnisse der Studie vor.

DER REFERENT

Peter Qvist-Sørensen ist Leiter des Center for International Industrial Solutions an der ZHAW. Der Schwerpunkt des Centers ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit der MEM- und Cleantech- Industrieunternehmen. Dabei liegt der Fokus auf der Schnittstelle zwischen neuen disruptiven Technologien, Geschäftsmodellen und deren organisatorischen und gesellschaftlichen Implikationen.
Peter Qvist-Sørensen war international tätig als Berater, CEO und Verwaltungsratspräsident in Hightechunternehmen in der Industrie und verantwortlich für Turnarounds. Er hat mehrere Publikationen veröffentlicht, die unter anderem Themen wie die Arbeitswelt 4.0, neue Technologien und Industrie 4.0 aufgreifen. An der Universität Kopenhagen hat er einen M.Sc. in Politikwissenschaft und Wirtschaft sowie an der Universität Dallas einen MBA in International Management absolviert.

 

Durch die Verfügbarkeit neuer Technologien wird die schrittweise Digitalisierung von traditionell geprägten Geschäftsbereichen wirtschaftlich möglich. Im Vordergrund stehen dabei Pilotprojekte im Bereich IoT, die zur Lösung von Kundenproblemen aber auch zur Vereinfachung interner Prozesse beitragen sollen. In Zusammenarbeit mit der Rey Automation AG, Sirnach, wird zur Zeit das IoT-Netz der Swisscom für unser Unternehmen nutzbar gemacht. Der Vortrag wird Praxisbeispiele in diesem Zusmamenhang aufzeigen.

DER REFERENT

2009: Dipl. Wirt.-Ing, Universität Siegen
2009-2012: Promotionsstipendiat der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
2009-2013: Dr.-Ing. Verfahrenstechnik, Universität Siegen
2013-2015: Consultant Kofler Energies AG, Heidelberg
2015-jetzt: Projektleiter Prozesse/ Lean Koordinator Saint-Gobain Weber AG


Augmented Reality (AR) ist zwar eine der jüngsten und an den schnellsten wachsenden Technologien unserer Zeit, jedoch auch eine der ausgereiftesten. Schon heute lassen sich zahlreiche Anwendungsfälle von AR in Industrieunternehmen finden und auch skalieren. Augmented Reality bietet Ihnen daher eine echte Chance in Zeiten von Fachkräftemangel und Globalisierung. Mit AR können Unternehmen im Maschinenbau, zum Beispiel, die Service-Effizienz oder Produktionsabläufe deutlich verbessern, in dem ungelernte Fachkräfte trotz physischer Entfernung auf das Know-How einiger weniger Experten zugreifen können. Auch das Anlernen neuer Mitarbeiter kann mithilfe immersiver Technologien und das Verschmelzen digitaler Inhalte mit der realen Umgebung bis zu 30 % effizienter gestaltet werden. PTC als Marktführer für AR-Anwendungen in der Industrie vermittelt, wie Unternehmen das Thema AR am besten angehen sollten, um die Vorteile strategisch zu nutzen und gleichzeitig.  

DER REFERENT

Stefan Kurz ist Sr. Regional Director für PTC in Zentraleuropa und verantwortlich für die Industriekunden mit Fokus auf der Entwicklung von Grundlagen für neue Geschäftsfelder im Entwicklungs- Fertigungs- und Servicebereich. Seine Karriere beim AR- und IOT-Marktführer begann 2008. Davor war Herr Kurz im verschiedenen Führungspositionen im Vertrieb, Marketing und Business Development bei CoCreate GmbH und Hewlett Packard beschäftigt.

 

Industrie 4.0 und die damit verbundene Digitalisierung hat auch Einfluss auf die Art der Zusammenarbeit sowie die Führung in Unternehmen. Neue Prozesse, Techniken, Abläufe und nicht zuletzt Kundenbedürfnisse können nur dann nachhaltig erfolgreich sein bzw. erreicht werden, wenn Mitarbeitende und Führungskräfte über die nötigen Kompetenzen verfügen und diese sinnvoll einsetzen.
Co-Creation, d.h. die eng vernetzte und eigenverantwortliche Zusammenarbeit der Fachexperten einer Organisation durch Vorgabe angemessener Rahmenbedingungen durch die Führungsebene, kann hierbei einen wichtigen Beitrag leisten.
Der Vortrag gibt hierfür eine entsprechende Einführung, was Co-Creation bedeutet, was es braucht um diese angemessen zu leben und wie die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit einer Organisation gemessen sowie nachhaltig beeinflusst werden kann.

DER REFERENT

Matthias Puschert hat an der TU und LMU München Diplom-Berufspädagogik studiert. Eine berufsbegleitende Ausbildung zum Systemischen Coach und Berater bei hauser consulting in Augsburg sowie ein Master in Organisationsentwicklung an der Technischen Universität
Kaiserslautern markieren zwei weitere Säulen seiner Ausbildung. Seine berufliche Laufbahn begann er 2001, zuerst in verschiedenen HR-Funktionen, bis er sich ab 2005 auf Personal- und Organisationsentwicklung fokussierte. Seitdem war er hier sowohl operativ als auch strategisch bei unterschiedlichen Organisationen tätig. Hierzu gehörten sowohl mittelgrosse IT-Unternehmen als auch mittlere bis grosse Industrieunternehmen. Besonderen Schwerpunkt im Rahmen seiner Tätigkeiten legte Matthias Puschert auf Leadership und Change Management, vor allem während seiner Zeit als Senior Consultant bei Siemens Learning Campus in München, in der er weltweit Projekte des Konzerns begleitete. Als Steckenpferd setzt er methodisch gern auf Gaming Simulation sowie handlungs- und erfahrungsorientierte Lernformen. In diesem Themengebiet ist Matthias Puschert auch seit 2001 aktiv, hat den deutschsprachigen Fachverband SAGSAGA mitgegründet sowie im Rahmen seiner langjährigen Mitgliedschaft im Steering Committee der ISAGA auf internationalen Fachkongressen Vorträge gehalten und hierzu Fachartikel
veröffentlicht. 2014 kam Matthias Puschert in die Schweiz und ist seit Juli 2017 als Bildungsmanager bei der Swissmem Academy in Winterthur tätig.

 

12:00 - 13:15 Mittagspause / Besuch Ausstellung / Networking

Kundenorientierung

DER REFERENT

Robin Drost verfügt über 20 Jahre Erfahrung als Managementberater und Chief Operating Officer in der produzierenden Industrie. Ausgehend von der Strategiedefinition beschäftigt er sich mit Business Transformationen und der Ausgestaltung von digitalisierten Geschäftsmodellen.
Im Rahmen der Initiative „Industrie 2025“ wirkt er in der Arbeitsgruppe «Denken in digitalen Geschäftsmodellen» mit.
Zusätzlich gehören Prozess- und Produktinnovation sowie die Ausgestaltung zukünftiger Supply Chains und Produktionen unter Verwendung neuer Technologien und Konzepten der Industrie 4.0 (Smart Factory) zu seinen Themenfeldern. In den genannten Themenfeldern publiziert er regelmässig Artikel in Zeitungen und Fachzeitschriften, welche die Erfahrung aus Beratungsprojekten wiedergeben.
Robin Drost hat sein Studium als Dipl. Betriebs- und Produktionsingenieur ETH abgeschlossen.
An der Universität St. Gallen hat er ein Executive MBA in General Management absolviert.

2014 hat peka am Mobiliar Forum in Thun seinen ersten Design Thinking Workshop durchgeführt. Diese Erfahrung hat den Entwicklungsprozess nachhaltig verändert. 
Der Einbezug verschiedener Abteilungen in den Kreativprozess zu Beginn der Projekte beeinflusst das Endprodukt massgeblich: Durch die Endnutzer-Fokussierung werden echte Alleinstellungsmerkmale identifiziert, welche später in der Produktargumentation eine wichtige Rolle spielen. Das einfache und schnelle Prototypisieren im Workshop ist in den Alltag eingeflossen und hat in der Folge die Entwicklung agiler und schneller gemacht.

DER REFERENT

Beni Weber leitet zusammen mit seiner Schwester in dritter Generation das Familienunternehmen peka. Der Maschineningenieur und war zuvor als technischer Leiter für die Produktentwicklung, sowie als Produktionsleiter für den gesamten Warenfluss verantwortlich. peka beschäftigt im Luzerner Seetal 130 Mitarbeitende. Der Zulieferer von Küchenmöbelherstellern und Schreinereien Entwickelt und Produziert clevere Stauraumlösungen und Auszugsysteme.

 

Industrie 4.0 verspricht totale Flexibilisierung in der Fertigung sowie absolute Vernetzung und Digitalisierung von Prozessen. Wer dadurch aber in gesättigten Märkten, bei denen das (Standard-)produkt immer weniger differenziert, einen Wettbewerbsvorteil haben will, braucht mehr: Den Fokus auf die wahren Kundenbedürfnisse. Stefan Leuthold zeigt auf, wie mit einer einfachen Ausrichtung auf Kundennutzen und Kundenerlebnis der Erfolg deutlich verbessert werden kann.

DER REFERENT

Als Gründer von Stimmt AG ist er seit 1998 einer der Vordenker in Sachen Kundenfokus und Customer Experience in der Schweiz. In den vergangenen 20 Jahren hat er in über 150 Projekten Unternehmen im B2B und B2C Umfeld dabei unterstützt, sich durch positive Kundenerlebnisse im Markt abzuheben. Der diplomierte theoretische Physiker und Doktor der kognitiven Psychologie ist daneben Lehrbeauftragter an der Uni Basel, unter anderem für «Theoretische Grundlagen und Modelle der Mensch-Maschine-Interaktion».

 

Lebensmittelsicherheit und der Zugang zu Nahrungsmitteln sind noch immer zwei der brennendsten globalen Herausforderungen. 30% aller weltweit produzierten Nahrungsmittel gehen verloren, werden verschwendet oder verderben. Gleichzeitig leiden 800 Millionen Menschen an Hunger. Die Kombination von Überwachungs- und Verarbeitungstechnologien von Bühler auf der einen Seite und den digitalen Technologien wie Microsofts Azure Cloud, künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologien auf der anderen Seite schafft grössere Transparenz und Effizienz entlang der Wertschöpfungsketten von Nahrungsmitteln.

DIE REFERENTEN 

Robert Cuny earned a Master's degree in Mechanical Engineering with a focus on Dynamic Systems and Control from the Swiss Federal Institute of Technology in Zurich. He joined Bühler in 2011 and has since worked on projects in the area of intelligent process control and optimization. In 2018 he assumed the role of Program Manager IoT for the Bühler Group.

Ethem Azun has a B.Sc. and M.Sc. in Computer Science as well as an MBA from St. Gallen University. He works at Microsoft as a Senior Account Executive, managing the business relations and industry partnerships with major Manufacturing customers and focusing on the new business models, organizations and ecosystems enabled by digitalization. He joined Microsoft in 2011. Before that, he held several senior positions in Software, Professional Services and Manufacturing industries.

 

Daten

Zuverlässigkeit, Flexibilität und Effizienz. Das sind wichtige Eckpfeiler in der Druckbranche. Kunden wollen schnell, qualitativ einwandfrei und rund um die Uhr produzieren. Dabei spielt das gekonnte auswerten von Maschinendaten eine wichtige Rolle. Mit diesen kann die Kundenzufriedenheit und zugleich die Kundenbindung weiter ausgebaut werden. Es entstehen neue Businessmodelle.

DER REFERENT

Philipp Fritschi, geboren 1973, hat nach seiner Grundausbildung zum Maschinenmechaniker verschiedene betriebswirtschaftliche sowie höhere Marketing- und Kommunikationsausbildungen absolviert. In seiner beruflichen Laufbahn blieb er stets der grafischen Maschinenbaubranche treu. Als Leiter Marketing Kommunikation leitet er seit 2000 die internationalen Marketingaktivitäten für die Hunkeler AG im Hauptsitz Wikon LU. 
Hunkeler ist erfolgreicher Hersteller von Papierweiterverarbeitungsmaschinen im digitalen Hochleistungsdruck wie beispielsweise digitale Druckstrassen in Rechenzenter, Verlage, Mailrooms und mehr.
Als Technologieführer arbeitet Hunkeler an der stetigen Weiterentwicklung seiner Lösungen. Dabei spielt die Automatisierung, Vernetzung und der Kundenservice eine zentrale Rolle, um die Position als Marktleader weiterhin auszubauen.

 

Die immer schneller ändernden Technologien und regulativen Vorgaben machen es den kleineren Privatbahnen in der Schweiz immer schwerer, die Investitionen und Unterhaltskosten für Ihre Bahn-Infrastruktur sicherzustellen. Siemens Mobility hat darauf reagiert und bietet den Kunden das Bahnleitsystem Iltis-N neu als Cloud-Service an. Dadurch entfallen die hohen Investitionskosten und der Kunde braucht sich über die Erhaltung der Anlage nicht mehr zu kümmern. Um dies zu ermöglichen, hat die Siemens Mobility das weltweit erste sicherheitsrelevante Bahnleitsystem in der Cloud realisiert und dafür die Zulassung vom Bundesamt für Verkehr (BAV) erhalten. Pionier war die Gornergrat-Bahn (GGB) in Zermatt. Die Server vom Leitsystem der GGB stehen nicht mehr in Zermatt sondern im 170km entfernten Wallisellen, dem Standort von Siemens Mobility. Vor Ort stehen nur noch die Arbeitsplätze und die physikalische Anbindung an das ortsfeste Stellwerk.

DER REFERENT

Ausbildung zu Elektro-Ingenieur FH mit NDS Richtung Betriebswirtschaft Arbeitet bei der Siemens Mobility AG in Wallisellen als Abteilungsleiter in der Entwicklung und zeichnet sich verantwortlich für die IT-Infrastruktur vom Bahn-Leitsystem Iltis (HW, OS, NW, Virtualisierung und IT-Security) und ist weiter verantwortlich für die Entwicklung von Tools im Bereich Engineering, Automatisierung und Simulation. Nebenbei ist er auch als Projektleiter (IPMA Level B) tätig für verschiedenste Themen aus dem Programm "Iltis Digital Portfolio".

 

14:50 - 15:30 Uhr Pause / Besuch Ausstellung / Networking

Mehr als 700 000 Pakete pro Tag werden in den Paketzentren der Schweizerischen Post verarbeitet. Jeder technische Defekt an den 7000 Sortierwagen und an den Portalkränen verursacht Kosten und kann dafür sorgen, dass Pakete zu spät im Briefkasten landen. Mit spezifischer Sensortechnik und Verarbeitung der Daten mit Machine Learning werden deshalb verschiedenen Defekte im Paketzentrum frühzeitig erkannt. Wir zeigen konkret die Umsetzung des Projekts und leiten daraus ein allgemeines Framework für eine erfolgreiche Umsetzung von Predictive Maintenance im industriellen Umfeld ab.

DIE REFERENTEN

Marc Tesch studierte und promovierte an der ETH Zürich Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Danach arbeitete Herr Tesch in der Entwicklung von Maschinen im Bereich Verfahrens- und Textiltechnik. Gleichzeitig schloss er das Studium der Betriebswisschenschaften an der ETH Zürich ab. Mit dem Aufkommen von Business Intelligence konzipierte Herr Tesch erste zentrale Data Warehouses für Industrien und Telekommunikation. Seit 20 Jahren berät Marc Tesch Unternehmen beim Aufbau von Datenplattformen rund um Data Science, Big Data, Dashboarding, Reporting und Planung. Als Gründer und Geschäftsführer der LeanBI AG bündelt er seit 2014 die Kompetenzen von Engineering und Data Science rund um das Thema Industrie 4.0.

Nach dem Studium der Elektrotechnik in Darmstadt, Purdue (USA) und Bochum hat er an der Fernuniversität Hagen im Lehrgebiet Datenverarbeitungstechnik zum Dr.-Ing. promoviert. Er war als Berater für verteilte IT-Systeme tätig, bevor er als Lead-Engineer zur Credit Suisse ging. Vor seinem Wechsel zur schweizerischen Post leitete er dort das Ressort Infrastructure Engineering. 

 

Digitalisierung in der Kabelproduktion. Wie das Zusammenspiel von Menschen, Anlagensteuerungen, ERP-System und dem MES von Autexis hilft Anlagenstillstände zu minimieren und Geschäftsprozesse zu verschlanken.

Security

Diese Arbeitsgruppe führt vorhandenes Wissen aus der IT-Security und den Systemen industrieller Wertschöpfung zusammen und reichert dieses mit neuen, zu erarbeitenden Erkenntnissen an. Das besondere Augenmerk soll dabei auf den KMU liegen, wo pragmatische Lösungen für die Vernetzung eigener Maschinen und Anlagen sowie der Produktentwicklung entscheidende Grundlage sind. Die Arbeits-Ergebnisse werden in verständlichen und übersichtlichen Formaten veröffentlicht und so der Industrie zugänglich gemacht.

DER REFERENT

     Dr. Dimitris Di Sandro, 47, ist seit Oktober 2018 bei der Eugen Seitz als Head Digital Transformation & Information Technology tätig. In dieser Funktion knüpft er an den bisherigen digitalen Initiativen in Operations an, um diese aus einer holistischen horizontalen und vertikalen Perspektive zu erweitern. An der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) ist Dimitris Dozent für Informations- und Wissensmanagement. Dimitris hat an der Ingenieurschule HTL (heutige ZHAW) Elektrotechnik, mit Fachrichtung Informatik, studiert. Seine akademische Weiterbildung hat mir mit einem MBA (General Management) an der LUISS in Rom und einem Doctor of Business Administration (Strategie) an der Strathclyde University in Glasgow abgerundet.

Die über 580’000 KMU bilden das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Rund 90% davon haben weniger als 10 Mitarbeitende. Die Digitalisierung beschleunigt die vorher schon stark gewachsene Vernetzung von Unternehmen in immer komplexeren Supply Chains und resultiert in einer immer umfassenderen Vernetzung der ICT-Plattformen der einzelnen Firmen. Für die weltweit und immer professioneller agierenden Angreifer eröffnet das neue Möglichkeiten der Angriffe über schlechter geschützte Unternehmen in der Supply Chain und indirekte Angriffe auf die grösseren Ziele über laterale Movements. Darum wird es immer wichtiger, dass auch (kleine) KMU eine ausreichende Cybersecurity und Resilienz aufbauen. Die meisten Sicherheitsstandards sind entweder sehr abstrakt formuliert und entsprechend nicht einfach in einen spezifischen Kontext umzusetzen oder dann von Grossfirmen für Grossfirmen geschrieben und entsprechend komplex und umfangreich. Wie sollen KMU vorgehen um die für ihre Tätigkeit notwendige und sinnvolle Cybersecurity aufzubauen und zu betreiben?

DER REFERENT

Martin Leuthold ist in der Geschäftsleitung von SWITCH für den Geschäftsbereich Network & Security verantwortlich. Security umfasst das SWITCH-CERT für Lehre & Forschung, für Banken, für Industrie & Logistik und für Energie sowie SWITCH DNS Firewall und Registry Security & die Bekämpfung von Domain Abuse. Er betreibt mit einem weiteren Team das Hochschulnetzwerk der Schweiz (National Research and Education Network, NREN). Als CISO verantwortet er das Informationssicherheits-Management von SWITCH, welches im Scope Domain Registry nach ISO 27001 zertifiziert ist. Martin Leuthold ist Mitglied der Kommission Cybersecurity von ICTswitzerland sowie in der Plattform Cybersecurity und dem Advisory Board Cybersecurity der SATW.


Maschinenverfügbarkeit ist für Produktionsunternehmen seit jeher ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die zunehmenden Vernetzungsmöglichkeiten von Maschinen und Anlagen helfen dabei, diesen Parameter immer weiter zu optimieren. Konkret sind Fernwartungslösungen ein wichtiger Hebel, um die Verfügbarkeit hoch zu halten.
Das Problem: Fernwartungssysteme eröffnen im Regelfall genau auf jene Netzwerke Zugriff, auf denen aus Sicht des Produktionsunternehmers sensible Produkt- und Musterdaten liegen.
Da liegt die Frage auf der Hand: Wie kann ein Fernwartungszugriff ohne Risiko für Datenmissbrauch durch unbefugte Dritte bewerkstelligt werden? Und wieviel darf so eine Lösung kosten?

DER REFERENT

Leiter Vertrieb Pantec Automation (09/2010 – heute)

Vertriebsleitung AlphaGate GmbH (06/2006 – 08/2010)

Vertriebsleitung Sigmatek GmbH (01/2005 – 03/2006)

Leitung Marketing & Vertrieb Bachmann Electronic GmbH (06/1994 – 10/2004)

 

Wir schreiben das Jahr 2025. Millionen von IoT-Geräten sammeln Daten, die wir analysieren, um effizienter zu produzieren. Das stellt uns vor eine Menge von Fragen und Herausforderungen: Wie machen wir Millionen von Geräten sicher, und wie halten wir sie im laufenden Betrieb sicher? Wie sensibel sind die Daten, die diese Geräte sammeln, und warum? Vertrauen wir dem Cloud-Provider, bei dem wir die Daten aggregieren? Vertrauen wir den Algorithmen, die automatisch business-kritische Entscheidungen treffen?Am

ABB Forschungszentrum in Baden-Dättwil befassen wir uns intensiv mit solchen Fragen. In diesem Vortrag gebe ich einen Einblick in unsere aktuelle Forschung.

DER REFERENT

Michael Wahler leitet die Abteilung «Automation» am ABB-Forschungszentrum in Baden-Dättwil. Seine Teams forschen grundsätzlich an zwei Themen: die (autonome) Steuerung von komplexen digitalen Systemen wie Stromnetzen, Produktionsanlagen oder Verkehrsnetzen, sowie die Architektur von Softwaresystemen, die skalierbar, erweiterbar, portabel, testbar, und sicher («safe» und «secure») sind. Seine Teams erkunden sowohl die Möglichkeiten von neuen Technologien als auch deren Risiken und Grenzen. Michael hat einen Abschluss als Diplominformatiker von der TU München und als Dr. sc. ETH Zürich.


ab ca. 17:00 Uhr Feierabendbier


Aussteller